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Alte Herren ... ringen Grasshoppers Jena ein Remis ab

Und dabei geriet man nie in Rückstand und entging erst unmittelbar vor Spielende dann doch nur knapp einer Niederlage. Die Grashoppers waren, allen voran mit B. Schneider und T. Ziegner, bestens aufgestellt und hatten sich auf Grund von Besetzungsproblemen für dieses Prestigeduell noch den einen oder anderen Gastspieler eingeladen.

Jenapharm konnte ebenfalls aus einem fast kompletten Kader schöpfen. Es fehlten die Hermis, Schwaiger, Jäger und Torhüter J. Schneider. Somit kam folgendes Aufgebot zum Einsatz: Meusel – Thalmann – Strauß – Schneider H. – Meyer – Scholz – Kraft – Drothen – Leib – Malek – Langguth … Reserve: Feldmann – Villwock – Schmidt – Schliebs – Ferizi … Betreuer: „Muddel“ Uwe Eberhardt.

Jenapharm geriet von Spielbeginn an unter Dauerdruck. Und das sollte sich den darauffolgenden 80 Minuten auch nicht wesentlich ändern. Das gewohnte gemächliche Aufbauspiel eines Altherrenspiels aus einer gesicherten Abwehr heraus war kaum möglich. Sofort war der laufstarke und technisch beschlagene Gegner da und stellte die Räume zu. Nur gelegentlich machte sich Jenapharm mal frei und sorgte meistens über Malek und Langguth für Entlastung. Gleich in der Anfangsphase reagierte Meusel (71) hervorragend, als er den Schlenzer von Ziegner mit den Fingerspitzen an die Querlatte lenkte. Und das sollte nicht seine einzige Parade heute bleiben. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Hintermannschaft der Hoppers nicht so ganz sattelfest war. Nachdem die Anfangsoffensive schadlos überstanden war, besann sich Jenapharm auf die eigenen fußballerischen Fähigkeiten und kreierte den einen oder anderen verheißungsvollen Angriff. Die Hoffnungen ruhten natürlich auf dem Angriffsduo Malek und Langguth. Der wieder sehr einsatz- und laufstarke Malek setzte sich über die rechte Seite mit hohem Tempo durch und kommt zum Abschluss. Aus kurzer Distanz mit der Spitze versenkte er die Kugel im kurzen Toreck zur überraschenden Führung. Die Grashoppers, nur wenig beeindruckt, erhöhten weiter den Druck. Doch Jenapharm mit der knappen Führung im Rücken verteidigte mit Mann und Maus. Wenn mal etwas durchrutschte war da auch noch Meusel, der heute eine überragende Leistung ablieferte. Schmerzlich für Jenapharm das Ausscheiden von Leib, der wegen Knieproblemen bereits nach knapp 20 Minuten den Platz verlassen musste. Jenapharm setzte weiter gelegentliche Nadelstiche mit vertikalem Konterspiel. Scholz bereitet den zweiten Treffer vor mit langem Ball auf die linke Seite, die quergelegte Eingabe kann Langguth bestens verwerten und auf 0:2 erhöhen. Die Überraschung war perfekt als Jenapharm kurz darauf sogar noch auf 0:3 erhöhen konnte. Dieses Mal ging es über die rechte Seite. Malek setzt sich ein weiteres Mal durch und passt quer auf den aufgerückten Drothen, der souverän einschiebt. Noch zu erwähnen sind weitere Großchancen von Langguth und Malek, doch die Grashoppers haben ja auch einen sehr guten Keeper zwischen den Pfosten. Doch Jenapharm konnte die überraschend deutliche Führung nicht sehr lange behaupten. Nach Eingabe von der rechten Seite wurde Meusel überflankt und der am langen Pfosten bereit stehende Reimann spitzelte den Ball ins Tor. Und nur kurz darauf wurde es dem sehr agilen Ziegner etwas zu einfach gemacht. Unbedrängt und mit nicht sehr scharfen aber präzisen Flachschuss von der Strafraumlinie an den linken Innenpfosten ließ er Meusel keine Chance. Die komfortable Führung war verspielt. Ärgerlich, das Jenapharm die Ausgangssituation für Hälfte zwei doch noch besser hätte gestalten können, wenn Langguth sein Heber über den entgegenkommenden Torhüter im, anstatt auf dem Tornetz gelandet wäre. Vielleicht hätte er auch auf den völlig frei stehenden Kraft quer legen sollen, der nur noch das leere Tor vor sich gehabt hätte.

In Hälfte zwei wurde die Überlegenheit der Grashoppers noch offensichtlicher. Pausenlos wurde das Gehäuse von Meusel bedrängt. Die Entlastungsangriffe nach vorne wurden zunehmend zur Mangelware. Schwerstarbeit für die Defensive um Strauß und Meyer. Aber aufopferungsvoll wurde verteidigt. Immer wieder im Mittelpunkt stand Meusel der, wie bereits erwähnt, weitere Großchancen des Gegners zu Nichte machte. Man konnte auch kaum noch durchatmen, da ständig die reichlich vorhandenen Spielbälle bei Unterbrechungen sofort von außen ins Spiel eingebracht wurden. So verteidigte Jenapharm bis weit in die 2. HZ erfolgreich und hatte auch das Glück ein wenig auf seiner Seite, denn der einschußbereite Schneider wäre, wenn nicht von Kraft mit Hemdzupfer gestört, sicherlich zum Erfolg gekommen. Doch trotz des sportlich fairen Hinweises von Kraft an den Unparteiischen, blieb dieser bei seiner Entscheidung und gab keinen Strafstoß. Dann verschob sich das Geschehen doch nochmal auf die verwaiste Spielhälfte der Grashoppers. Langguth tankte sich im Alleingang durch die Grashoppers Abwehrreihe schließt erfolgreich ab und stellt damit den Spielverlauf der 2. Hälfte komplett auf den Kopf. Doch auch dieser Vorsprung konnte von den nun sichtlich erschöpften Jenapharmern nicht mehr über die Spielzeit gebracht werden. Nach einer flachen Eingabe von der rechten Seite wäre Conradt am langen Pfosten da gewesen. Doch diese Arbeit nahm Thalmann ihm ab. Sein Rettungsversuch missglückte und der Ball landete im eigenen Kasten. Nun erhöhten die Hoppers nochmal den Druck und das Tempo, folgerichtig dann auch der Ausgleichstreffer durch Tilo Straube, der erst dem läuferisch unterlegenen Schliebs und dann Meusel das Nachsehen gab. Die natürlichen Lichtverhältnisse waren inzwischen auch grenzwärtig, doch der Unparteiische ließ das Spiel noch weiter laufen. Kurz vor Ultimo hätte Jenapharm das Remis noch fast verspielt. Doch Meusel vereitelte mit einer weiteren Glanzparade die letzte Schusschance von Torsten Ziegner. Freundschaftliches Abklatschen beendete diese gutklassige und sehenswerte Partie. Die Grashoppers hatten sich dann auch bestens um die lukullische Versorgung der Akteure und Gäste gekümmert.

Am kommenden  Freitag (14.09.18) dann die (Chemie)interne Partie gegen die SGR Sportgruppe Riebel. Gespielt wird wie bereits im Vorjahr auf dem Platz an der „Muskelkirche“. Anpfiff 18:00 Uhr

J.T. – 08.09.2018

 
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